Hof und Garten K 26-30 | Neubrandenburg | 2006
Materialdetail
Materialdetail
Team Stefan Bernard (Entwurf), Philipp Sattler, Kerstin Grotewal, Sandra Rösler
Bauherr M. Heyen, Aachen
Architektur Krüger Belz Günther Architekten, Berlin
Fläche 1.500 m²
Baukosten 130.000 €
Phasen HOAI 1-9
Adresse Katharinenstraße 26-30/Ecke Külzstraße, 17033 Neubrandenburg

Das Katharinenviertel - östlich des Stadtkerns von Neubrandenburg gelegen - ist ein stadtgeschichtlich bedeutsames Quartier. Charakteristisch für die Katharinenstraße selbst sind schmale Vorgärten mit Einfriedungen, 2-geschossige Einzelhausbebauung sowie lang gezogene Grundstücksparzellen.
Im Zuge der Sanierung/des Neubaus von drei Mietshäusern (Architekten KrügerBelzGünther, Berlin) wollten die Freianlagen den typischen Charakter des Viertels weiter entwickeln sowie die Zusammengehörigkeit der drei Gebäude nach außen hin vermitteln.

Um dies zu erreichen wurde eine enge gestalterische Verzahnung mit der Architektur gesucht. So wurden hieraus die den Freiraum prägenden Materialien entwickelt: anthrazitfarbiger Stahl in Anlehnung an die schlichten Balkongeländern der Gebäude findet Verwendung für die Einfassungen der Pflanzbeete ebenso wie für die Rabattengeländer, die Fahrradbügel, die Tore sowie als Unterkonstruktion für die Bankelemente. Rötlich-brauner Wittmunder Klinker wiederum - als Fassadenmaterial eines Neubaus sowie des neu geplanten Schuppens (Architekten KrügerBelzGünther, Berlin) - findet sich in einer kleinen Stützmauer sowie als Einfassung des Sandspielbereichs. Gleichermaßen suchen die cremfarbigen, massiven Holzauflagen der Sitzbänke den Dialog mit dem hellen oberen Betonabschluss des neuen Schuppens.

Strukturell gliedert sich der neu gestaltete Außenraum in drei unterschiedliche Typologien: dem schmalen, zur Strasse hin gewandten Vorgartenbereich, dem gemeinschaftlichen (Innen-) Hof mit direktem Blickbezug zu den Wohneinheiten sowie dem intimen – mit Obstbäumen bestückten – Gartenbereich.
Die Vorgartenbereiche sind in Bezug zu den Gehwegbereichen leicht erhaben und zusätzlich durch ein kniehohes Rabattengeländer markiert. Dessen kurzes Umgreifen bezeichnet Zugangsbereiche und verweist auf die charakteristischen lang gestreckten Grundstückszuschnitte im Quartier. Die in dunklen Grüntönen gehaltenen Pflanzen (Vinca minor) bilden einen einheitlichen, ruhigen Sockel rund um die Gebäude.
Im Hofbereich wurde ein alter Birnbaum als räumlicher Schwerpunkt für eine bespielbare Tennenfläche integriert. Der Hof wird gerahmt durch hausnahe Pflanzflächen, Sitzbänke, Fahrradbügel sowie dem neuen Schuppen.
Im hinteren Obstgarten dient ein kleines Plätzchen mit Sitzbänken als Einladung.