Studentische Wohnanlage, München | mit GEIER.MAASS Architekten | 1.Preis | 2011
Darstellung GEIER.MAASS Architekten
Darstellung GEIER.MAASS Architekten
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Architektur GEIER.MAASS Architekten, Berlin
Adresse Agnes-/Adelheidstraße, München

Der städtebauliche Entwurf ist als Synthese aus der bestehenden offenen, räumlich vielfältigen, aber auch disparaten Bebauung und der den Kontext dominierenden Blockbebauung konzipiert.
Die Studentenwohnanlage wird in 4 differenzierte „Bausteine“ gegliedert. Diese bilden eine robuste städtebauliche Gesamtfigur, die befriedigende Zwischenzustände und Figuren bei abschnittsweiser Realisierung herstellt und für künftige Entwicklungen und Modifikationen offen ist. Unter Einbeziehung der nachbarlichen Bestandsgebäude schaffen die neuen „Bausteine“ ein Ensemble, das sowohl den Straßenraum formuliert als auch, durch Untergliederung des Blockinnenraumes, vier beruhigte Gartenhöfe um eine gemeinschaftlich nutzbare Platzfläche gruppiert.
Der Block wird mit den umgebenden Straßenräumen durch Öffnungen und Zugangswege räumlich und funktional vernetzt und gewährleistet die störungsfreie Durchlässigkeit des Quartiers.

Die Eingänge der neuen Gebäude liegen an den öffentlichen Straßen im Bereich der Einmündungen der Zugangswege ins Blockinnere und bilden attraktive Adressen. Die „öffentlichen Funktionen“ werden den Wohnwegen bzw. der inneren Platzfläche direkt zugeordnet.
Der städtebaulichen Durchlässigkeit des Wohn-Campus in Form von Durchgängen und Durchblicken entspricht die bauliche Durchlässigkeit der einzelnen Gebäude: in räumlichem Zusammenhang mit den Zugängen von den Straßen führen hofseitige Ausgänge in die jeweiligen Innenhöfe.

Verkehr
Unter den beiden nördlichen Bauabschnitten und deren leicht angehobenen Höfen liegen auf Souterrainniveau die beiden Parkgaragen, die über Rampen von der Adelheid- bzw. Hiltenspergerstraße erschlossen werden und im Zuge der abschnittweisen Realisierung miteinander verbunden werden.
Durch Lage und Konzentration der Tiefgaragen unter den beiden nördlichen Bauabschnitten wird die Versiegelung des Areals gering gehalten. Sämtliche Fahrradstellplätze werden ebenfalls in die Gebäude integriert.

Freianlagen
Höhenstaffelung und Terrassierung zonieren den Blockinnenbereich und schaffen differenzierte Kommunikations- und Ruhebereiche. Die innere Wegeerschließung mit integrierter Platzfläche schließt an das Höhenniveau der umliegenden öffentlichen Gehwege an. Die Aufenthaltsbereiche der Höfe der beiden nördlichen Gebäude erheben sich, auf leicht angehobenem Niveau über den beiden Parkgaragen. Die beiden südlichen Innenhöfe verbleiben unter Bezugnahme auf die Situation der Bestandsgebäude und Bäume auf leicht abgesenktem Niveau. Es entsteht eine Sequenz leicht von Nord nach Süd abfallender, terrassierter Freianlagen mit charakteristischen Nutzungsinseln.